Saronische Inseln und Peloponnes

Die Wiege der Europäischen Kultur, vergangene Königreiche , antike Stätten, mythische Sagen und Tragödien sind allgegenwärtig. Stolz und offen ihre Bewohner und wenn die Stunde vor einem spektakulären Sonnenuntergang eintritt, kommt die Erkenntnis.

Vor der Nordostküste der Peloponnes und der Westküste Attikas liegen die Saronischen Inseln. Als Saronische Inseln (wird eine Gruppe von sieben größeren (und zahlreichen kleineren) Inseln bezeichnet, die zum Teil im Saronischen Golf der Ägäis, zum Teil südlich vor der Halbinsel Argolis liegen. Die bewohnten Inseln sind Salamis, Ägina, Agistri, Poros, Hydra und Spetses. Jede Insel hat ihre eigene Physiognomie, ihre eigene Landschaft und Architektur. Allen gemeinsam aber sind die herrlichen Badestrände am blauen, sauberen Meer, die unbeschwerte Inselatmosphäre, die gastfreundlichen Bewohner, die vorzügliche Infrastruktur, die Möglichkeiten für Freizeitgestaltung und Unterhaltung, das gute Essen in den familiären Tavernen, die bemerkenswerte Volkskunst, die Sitten und Gebräuche und die vielen Sehenswürdigkeiten.

 

Die Inseln im Saronischen Golf sind fruchtbar und deutlich grüner als ihre östlichen Nachbarn, die Kykladen. Das Landsschaftsbild ist voller Kontraste und bietet eine beeindruckende Segelkulisse. Es gibt rauhe Gebirge, fruchtbare Täler, Olivenhaine, Pinienwälder, Steilküsten und lange weiße Strände. An der felsigen Küstenlinie des Peloponnes und den Inseln finden sich zahlreiche Buchten und Ankermöglichkeiten und laden den Segler zum schwimmen und schnorcheln.

Hier in einer Bucht zu übernachten, die Stille genießen und die Sterne zu beobachten gehört mit zu einem Highlight der Reise.

 

Da es in Griechenland viele Inseln gibt die bekannter sind, werden sie durch die Nähe Athens und des Peloponnes gerne von Touristen übersehen. Das macht sie wiederum zu einen Geheimtipp.  

Viele Einheimische vom griechischen Festland erleben hier ein verlängertes Wochenende oder ihre kurzen Ferien und erholen sich beim Baden an einem der Strände. Ausländische Touristen findet man eher weniger und Massentourismus gibt es hier nicht.

 

Der Saronische Golf ist ein gemäßigtes Segelrevier und leicht zu befahren. Insgesamt sind die Segelbedingungen sehr günstig und vorhersagbar. Es gibt keine nennenswerten Strömungen und die Gezeiten haben nur einen geringen Einfluss. Zwischen Peloponnes und Athen sind die Gewässer recht geschützt, man kann ruhig und entspannt segeln. Die Saronen liegen fast alle auf Sichtweite. Die Distanzen zwischen den einzelnen Inseln sind gering, daher ist es möglich die Etappen kurz und bequem oder länger und sportlich zu segeln. Der Saronische und auch der Argolische Golf mit dem Peloponnes sind besonders für Einsteiger und weniger erfahrene Segelcrews geeignet um perfekt zum segeln lernen oder die Erfahrungen mit einen Skipper Training auszubauen.

 

Die Inseln kurz im Detail

Ägina. Die Pistazieninsel mit vorgelagerte Inseln, viele Buchten und schöne Strände. Wichtige griechisch Orthodoxe Kirchen und Klöster, Sehenswerte antike Stätten wie der Aphaia Tempel bei Agia Marina. Historische Altstadt mit schönen Geschäften, traditionelle Caféhäuser mit originalen griechischen Patisserien, Pistatzienhaine, Urige Fischerdörfer wie Perdika, Kosmopolitischer Flair durch die Beliebtheit der Athener am Wochenende. Die besten Tavernen liegen direkt am Strand.

 

Agistri. Die kleine grüne Insel gleich neben Ägina, mit ihren schönen Sand- und Kieselstrände vor klarem blauem Wasser, kleine vorgelagerte unbewohnte Inseln, schöne Buchten und grüne, herrlich duftende Kiefernwälder. Wenig Touristen und Tavernen direkt am Meer. Sehr gut zum Wracktauchen und um in einer Bucht zu übernachten.

Poros. kubische weiße Häuser wie auf den Kykladen; der Peloponnes scheint zum Greifen nah. Weiß gekalkte Häuser ziehen sich am vulkanischen Berghang entlang. Die Altstadt wird vom Campanile mit seiner blauen Kuppel überragt, im Hintergrund dichte Pinienwälder auf den Berghängen. Durch die enge Wasserstraße zum fruchtbaren bergigen Peloponnes, liegt Poros wie in einem See. Die besten Tavernen am sicheren Naturhafen. Fjordähnliche sichere Ankerbuchten. Am beeindruckendsten ist die Annäherung von See und die Hafeneinfahrt.

 

Hydra. Die Insel der Katzen und Eseln ist Auto und Motorrad frei. Die schmale Hafeneinfahrt mit den steil am Hang emporkletternden Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert ist eine einzigartige Kulisse. Große, herrschaftliche Häuser und enge, verwinkelte Gassen winden sich terrassenförmig um den Hafen, schöne Gärten, originelle Bars, Geschäfte und Tavernen in einer bezauberten Atmosphäre. Viele Wandermöglichkeiten wie z.b. ins nächste Dorf Kamini und Vlychos,

Treffpunkt und Domizil für Maler, Bildhauer und Schriftsteller. Ehemalige Piraten und Freiheitskämpfer. Ende Juni findet hier das spektakuläre Miaoulia Festival statt. Die Insel muss man gesehen haben!

 

Dokos. Die größte unbewohnte Insel. Fjordähnliche Buchten mit glasklaren Wasser, ein verlassenes Dorf, Ziegen und Schafe. Ideal um die Stille und ein Barbecue zu genießen.

 

Spetses. Die grüne Inseln mit ausgedehnten Kiefern- Pinienwäldern. Exzellente Badebuchten, viele Sandstrände, historische Kapitänshäuser, prächtige Villen mit wunderschönen Gärten. Spetses wird wegen des gesunden Klimas von betuchten Griechen als Sommerfrische sehr geschätzt. Auf Spetses gibt es ein paar kleine alte Werften die  klassische Holzboote (Kaiki) herstellen. Es lohnt sich mit einen Roller die Insel zu erkunden.

Im Frühjahr findet die Spetses Classic Regatta und im September das Armata Festival statt. Sehr Sehenswert!

 

Geologisch ist der Saronische Golf interessant, weil er der nordwestlichste Ausläufer des Kykladenbogensmit seinen bis heute aktiven Vulkanen ist. Im Bereich des Saronischen Golfs liegen die Vulkangebiete von Krommyonia (Isthmus von Korinth), Ägina, Methana und Poros.

 

Die Peloponnes liegt im Süden Griechenlands. Obwohl sie durch den künstlichen Kanal von Korinth von dem Festland abgetrennt ist, stellt sie eine Halbinsel dar und bildet die Verlängerung des Balkans. Die Peloponnes ist altes Kulturland und bietet einzigartige archäologische Stätten der Antike und des Mittelalters. Mykener, antike Griechen, Römer, Byzantiner, Venezianer, Franken, Osmanen, Franzosen und Engländer haben ihren Spuren in der Region hinterlassen. Auch landschaftlich hat die Halbinsel viel zu bieten: das Spektrum reicht von schönen Badestränden über weite Ebenen hin bis zu Hochgebirgen.  Hier gibt es rustikale Dörfer, etliche Burgen, kleine Fischerhäfen, Kies und Sandstrände, imposante Berge, romantische Höhlen, tiefe Wälder und kristallklare Seen. Durch biologischen Wein, Obst- und Gemüseanbau bereichern wir nicht nur unsere Kombüse, sondern genießen auch die urigen Tavernen. Nicht zu vergessen die gastfreundliche, hilfsbereite Menschen, die jeden Fremden mit Herzlichkeit aufnehmen. Die Peloponnes ist durch seine wilde Küstenlandschaften und unzähligen Buchten, blauen Meer und einen einzigartigen Panorama ein Paradies für Segler und Endecker.

 

Hier ein paar Orte im Detail.

Epidauros

In den grünen Hang eines Hügels eingebettet liegt das Theater von Epidaurus, dass bekannteste und besterhaltene aller antiken Theater. Im Sommer gibt es verschiedene Aufführungen. Weitere antike Stätten in den Obst und Oliven Plantagen auf der Halbinsel bei der Hafeneinfahrt.

Methana

Die Vulkanlandschaft von der Halbinsel Methana zählt zu den eindrucksvollsten am Mittelmeer. Hier ist es noch angenehm leer und ursprünglich. Spektakulär hingegen sind die erkalteten Hinterlassenschaften: Unter dem weiten Himmel sonnt sich eine Landschaft, übersät mit gezackten Felsformationen, tonnenschweren Blöcken und rotbraunen Türmen aus erstarrter Lava. Zwischen den über 30 Vulkandomen öffnen sich grüne Täler voller wilder Rosen, Anemonen, Klatschmohn und Kräuter. Farne beißen sich in den Felsen fest, schiefe Kiefern balancieren am Rand eines Abgrunds, und das kleine Dorf Kameni Chora schmiegt sich vertrauensvoll an die Schlackehalden des jüngsten unter Methanas Vulkankratern. Sein Ausbruch liegt etwa 2300 Jahre zurück. An den Küsten gibt es schwefelhaltige Thermalquellen und die kleinen Fischerdörfer Methanas gehören zu den schönsten Griechenlands. Durch die Tiefe des Meeres und das vulkanische Gestein gibt es in den Tavernen außergewöhnliche Fische und Meerestiere.

 

Nafplion

gilt mit seinen verwinkelten Altstadtgassen und malerischen Plätzen als die schönste Stadt des Peloponnes. Die historische venezianische Hafenstadt (UNESCO Kulturerbe) liegt am Argolischen Golf zu Fuße eines mächtigen Felsen. Obendrauf die Burg von Palamidi mit 999 Stufen über der Stadt. Am Eingang des Hafens liegt die Wasserburg Bourtzi : Nafplios „Meeresturm“

Viele aristokratische Gasthäuser, Museen, originelle Geschäfte, Cafés und Tavernen. Eigene Eismanufakturen aus venezianischer Zeit. Ausgangspunkt für Mykene (Die Stadt des Agamemnon) und Argos.

 

Leonidion

liegt in einem fruchtbaren Tal, umgeben von den beeindruckenden Bergen des Parnon Gebirges. Aus dem Gebirge kommend öffnet sich die Schlucht langsam zu einer breiten, fruchtbaren Tiefebene. Ein langer Kiesstrand mit beeindruckend klarem Wasser. Besonders schön ist hier der sich oft ergebende Blick auf die gewaltige Bergkulisse im Hintergrund. Im Ort findet man noch die typische griechische Atmosphäre ohne viele Touristenrestaurants. Wer es also gerne noch etwas ursprünglicher griechisch haben möchte, ist hier richtig.

Leonidio liegt mitten im Parnonas Nationalpark. Es können wunderschöne Wanderungen auf alten Eselspfaden in die nähere Umgebung unternommen werden, z.B. zum Kloster Agios Nikolas, eine Vollmondwanderung zu den Felsen der drei Mühlen oder eine Tour zur roten Felssteinwand, die immer mehr Steilwandkletterer anzieht.

Monevasia

Der Ostküste am Myrtoischen Meer vorgelagert erhebt sich der massige, seltsam geformte Felsblock von Movemvassia, einst Burgberg der Byzantiner und Venezianer und mit dem Festland nur durch einen schmalen langen Sanddamm verbunden – dem „einzigen“ Eingang zur Burg. Hier ist die Zeit im Mittelalter stehengeblieben – Burgen und Festungsmauern, Herrenhäuser und Hütten der Armen, enge gepflasterte Gassen, zertrümmerte Stufen, halb verfallene Kirchen, niedrig überwölbte Gänge.Deutlich spürbar überall der prägende Einfluss von Byzanz und Venedig – geschwungene Bögen, Wappen, marmorne Kaiserthrone, byzantinische Kirchen. Nördlich von Monemvassia liegen die mittelalterlichen, auf Hügeln erbauten Dörfer von Zarakka, mit Ruinen von Burgen, Kirchen und Häusern; die heutigen Siedlungen heißen immer noch wie damals: Harakas, Rahia, Gerakas, Ai Dimitris, Giotsoli und Kiparissi. Viele fjordähnliche Buchten teilweise durch Fels. Fruchtbare Küstenlandschaften mit schönen Kiesstränden und günstigen Fischtavernen.

 

Wind und Wetter

Das Seegebiet vor der saronischen und argolischen Küste ist vom griechischen Festland und den hohen Bergen des Peloponnes gut vor starken Winden geschützt. Die Winde wehen überwiegend von Nord nach Ost mit einer Stärke von 3 bis 5 Beaufort. Im Frühjahr und im Herbst ist der Wind wechselhafter und kommt aus südlicher und westlicher Richtung. Hier können gelegentlich Gewitter auftreten. Im Juli tritt der Nordwind Meltemi in Erscheinung und erreicht im September seine volle Stärke. Im Saronischen Golf weht er jedoch in schwächerer Form und bei weitem nicht so heftig wie vergleichsweise auf den Kykladen oder dem Dodekanes. An der peloponnesischen Ostküste ist der Meltemi schwächer und kommt aus nordöstlicher oder südöstlicher Richtung.

 

Anreise, Athen und Insel Poros

Flughafen Athen international Airport  Eleftherios.

Gute und günstige Fluggesellschaften.

Lufthansa, Aegaen Air, Eurowings, Condor, Ellinair, Easy Jet und Raynair. Hier empfehlen wir www.flug.idealo.de  oder www.skyscanner.de oder direkt bei der Fluggesellschaft.

Marina Alimos Kalamaki, Athen

Vom Flughafen Athen mit dem Bus X 96 nach Athen, Linie Pireas, (geht alle 20 min). Einfach dem Busfahrer Bescheid geben und bei der Marina Alimos Kalamaki aussteigen. Fahrdauer .ca. 1 Std.  Fahrpreis 6 € oder mit Taxi, Fahrdauer 40 Min. Fahrpreis. Festpreis 45 €. Hier gilt allerdings Vorsicht! Am besten immer vorher fragen.

 

Hafen Poros auf der Insel Poros bei Athen

Vom Flughafen Athen mit dem Bus X 96 nach Athen, Pireaus Fährhafen (geht alle 20 min). Fahrzeit c.a 1 Std. 30 Min. Fahrpreis 6 €

In Pireas- Hafen. Haltestelle bei Pier Saronic Island aussteigen. Am besten Busfahrer fragen. Normal wird es angezeigt, aber wir sind hier in Griechenland!

Mit Metro vom Flughafen. Fahrdauer 1 Std. Von Metro Station zu Saronis Island Pier,  5- 8 Min zu Fuß. Fahrpreis 3 €

Mit Taxi. Fahrdauer 45 Min.

Wie viel kostet ein Taxi von und nach Athen?

Auf der Website vom Athen Airport werden die Festpreise für eine Taxifahrt in das Zentrum der Stadt angegeben. Der Preis für ein normales Taxi beträgt 38 € von 05:00 Uhr bis 00:00 Uhr (tagsüber) und 54 € von 00:00 Uhr bis 05:00 Uhr (nachts). Die Taxen stehen bei Ausgang 3 der Ankunftshalle bereit. Ein günstiges Taxi können Sie im Voraus über TaxiTender buchen: Taxi reservieren Athen Airport.

In Pireaus- Hafen

Dort geht ihr zu Schalter Hellenic Seaways und nehmt die Schnellfähre Flying Dolphin oder Flying Cat. Fahrdauer ca. 1 Std. Fahrpreis. 23 €. Die Piräus Poros Fährstrecke verbindet Athen mit Saronische Inseln und wird von zwei Reedereien betrieben. Der Hellenic Seaways Service wird bis zu 5 mal täglich mit einer Überfahrtsdauer von ca.  1 Std. angeboten.

https://hellenicseaways.gr/en/routes/index/nhsia-sarwnikoy oder https://hellenicseaways.gr/en/

oder mit Saronic Feerys eine langsame Autofähre, Fahrdauer 2 Std. 30 Min, Fahrpries 11 €

https://www.sf.gr/ell/

 

In Poros anrufen +49 176 249 56 259.